Freundeskreis der Wieslocher Städtepartnerschaften e.V.

Amarante - Fontenay-aux-Roses - Sturgis - Ząbkowice Śląskie
Frankenstein-weekend in Ząbkowice Śląskie 31.8. - 2.9.2012

Schon traditionell lädt Wieslochs polnische Partnerstadt Ząbkowice Śląskie zum jährlichen Frankenstein-weekend Gäste aus den Partnerstädten ein. Winzerfestbedingt war OB Franz Schaithammer in Wiesloch unabkömmlich, sodass OB-Stellvertreter Klaus Rothenhöfer mit einer kleinen Delegation nach Niederschlesien reiste. Zum Begrüßungsabend im benachbarten Srebrna Góra, wo man die Gruppe mangels eigener Hotelkapazitäten untergebracht hatte, kamen Bürgermeister Marcin Orzeszek, Andrzej Dominik, Vorsitzender des Stadtrats, und Vizebürgermeisterin Ewa Figzał sowie mit der Partnerschaft befasste Bedienstete der Stadt Ząbkowice Śląskie.
Bürgermeister Marcin Orzeszek begrüßte die Gäste sehr herzlich und wertete den Besuch als Ausdruck bester Beziehungen. Klaus Rothenhöfer überbrachte die Grüße von Oberbürgermeister Franz Schaithammer, bedankte sich für die Einladung und überreichte ein Gebinde mit dem gerade neu kreierten Dachsenfranz Wein aus dem Spezialitäten-Sortiment des Winzerkellers Wiesloch. Sehr intensiv sprach man über durchgeführte und anstehende Projekte in den jeweiligen Städten. Nach über zwölf Stunden Fahrt stießen auch noch die polnischen Freunde aus Sławno an der polnischen Ostseeküste mit Bürgermeister Dr. Krzysztof Frankenstein zu der Runde.
Beim Frühstück am Samstagmorgen, dem 1. September, konnten die deutschen Gäste auf dem Fernsehschirm des Restaurants in den polnischen Nachrichten den Bericht von den Gedenkveranstaltungen in Danzig zum Beginn des zweiten Weltkriegs verfolgen - und dankbar die noch vor 25 Jahren unvorstellbaren Veränderungen im deutsch-polnischen Verhältnis erleben. Für den weiteren Morgen hatten sich die Gastgeber sportliche Aktivitäten für ihre Gäste ausgedacht und zum Rafting auf der Nysa Kłodzka (Glatzer Neiße) eingeladen. Glücklicherweise klang das schlimmer als es war, mit drei großen Schlauchbooten jweils mit vier bis fünf Personen besetzt fuhr man die Nysa Kłodzka hinab, wobei es im Wesentlichen darum ging, aufsetzen auf flachen Stellen oder Kontakt mit dem Ufer zu vermeiden. Da der Regen rechtzeitig zum Start der Pontonfahrt aufgehört hatte, war es ein großen Spaß für die Gastgeber sowie ihre polnischen und deutschen Gäste.
Zum abendlichen Festprogramm trafen dann noch Gäste aus dem niedersächsischen Uchte und dem tschechischen Červený Kostelec ein, weiter war der Vertreter der ehemaligen Bewohner von Frankenstein, Christoph Müller, anwesend.
In der historischen Schlossruine verfolgten die zahlreichen Gäste die szenische Darstellung der Belagerung der Stadt im Jahr 1335 durch den mährischen Markgrafen und späteren böhmischen König Karl IV. Das anschließende Rockkonzert einer der führenden polnischen Bands bildete einen weiteren Höhepunkt des Frankenstein-weekends.
Die knappe Freizeit am Sonntag morgen nutzte die Wieslocher Delegation zu einer Besichtigung der Festung Silberberg, die nach den Schlesischen Kriegen und dem Frieden von Hubertusburg ab 1765 oberhalb von Silberberg als Mittelglied zwischen den Festungen Schweidnitz und Glatz errichtet wurde. Ein Stadtrundgang in Ząbkowice Śląskie durfte ebensowenig fehlen wie eine Besteigung des schiefen Turms, dem Wahrzeichen der Stadt. Beim anschließenden Mittagessen bedankte sich der stellvertretende Oberbürgermeister, Klaus Rothenhöfer, für die herzliche Gastfreundschaft.  Bürgermeister Marcin Orzeszek bedankte sich ebenso herzlich für den Besuch und die vielen guten Gespräche. Das 15-jährige Jubiläum der Partnerschaft im kommenden Jahr werde sicher wieder neue Begegnungen bringen.
Zum Frankenstein-weekend war auch ein Team der ARD Redaktion Warschau in  Ząbkowice Śląskie und drehte ein Video-Blog und einen Beitrag für die "Warschauer Notizen" zum Thema: Frankenstein.


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