Freundeskreis der Wieslocher Städtepartnerschaften e.V.

Amarante - Fontenay-aux-Roses - Sturgis - Ząbkowice Śląskie
La commémoration de l'Armistice du 11 novembre 1918

Fontenay-aux-Roses/Wiesloch. "Mit Andacht und Ergriffenheit treffen wir uns heute, um den 95. Jahrestag des Waffenstillstandes vom 11. Nov 1918 zu feiern, der einen schrecklichen, vieijährigen Bruderkrieg beendet hat. Ich bin umso stärker bewegt, als heute, zu diesem 95. Jahrestag des Endes des 1. Weltkrieges, Vertreter des deutschen, englischen und französischen Volkes anwesend sind. Ich möchte den Bürgermeistern von Wiesloch und Elstree-Borehamwood herzlich danken, die uns durch ihre Anwesenheit ehren. Es ist ein starkes Zeichen der brüderlichen Bande, die unsere Städte seit zahlreichen Jahren verbinden." Mit diesen Worten begann Pascal Buchet, Bürgermeister von Fontenay-aux-Roses seine Rede vor dem Gefallenendenkmal seiiner Stadt und fuhr fort:"In diesem Zusammenhang möchte ich herzlich Frau Monika Miller, Stadträtin und Verantwortliche der Städtepartnerschaften und Herrn Klaus Rothenhöfer, Ehrenbürgermeister und Vorsitzender des Freundschaftsvereins der Städtepartnerschaften für ihren Einsatz beim Organisieren dieser Gedenkfeier in Einheit und Brüderlichkeit danken." Weiter begrüßte er Dr. Roland Münz-Berti und Gerhard Herrmann, Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Roten Kreuzes von Wiesloch.

Pascal Buchet erinnerte an die Schrecken des Ersten Weltkriegs, in dem neun Millionen Europäer ihr Leben auf den Schlachtfeldern gelassen haben. Nach dem Krieg seien in dem in Stücke gerissenen Europa die Reiche zerfallen, die Grenzen verschoben und die Gebiete aufgeteilt worden. Beleidigungen und Demütigungen hätten im Versailler Vertrag ihren Ausdruck gefunden und nährten den Groll und die Frustrationen, die Europa an den Abgrund des zweiten Weltkrieges führten.
Oberbürgermeister Franz Schaidhammer bedankte sich für das Zeichen der Versöhnung, das die alljährliche Einladung an die deutsche Delegation darstelle. Versöhnung könne nicht Vergessen bedeuten und das wollten die Deutschen auch nicht. Er erinnerte an den Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck in Oradour-sur-Glane, wo er Hand in Hand mit dem französischen Präsidenten François Hollande der Opfer des SS-Massakers gedachte. Er danke "im Namen aller Deutschen dafür, dass Sie uns mit diesem Willen zur Versöhnung gegenübertreten", so Franz Schaidhammer weiter.

Für die Stadt Wiesloch legten Franz Schaidhammer und Klaus Rothenhöfer zusammen ein Gebinde am Ehrenmal nieder, Dr. Roland Münz-Berti und Gerhard Herrmann jeweils mit ihren fanzösischen Rot-Kreuz-Partner je ein Gebinde des Roten Kreuzes Wiesloch und des Roten Kreuzes Fontenay-aux-Roses. Der "chorale du conservatoire" (Jugendmusikschule) begleitete die Zeremonie mit der Europahymne auf deutsch und französisch und der Marseillaise.

Traditionell schließt sich an das Gedenken am Ehrenmal der gemeinsame Gang zum Friedhof mit einem weiteren Gedenken an. Alle Vereine ehemaliger Soldaten und ihre Fahnenträgern bekunden ihren Respekt vor den Gefallenen sowie ihren ehemaligen Mitgliedern. Im Anschluss trifft man sich zum "Vin d’honneur" im Rathaus. Beim folgenden Mittagessen mit den "anciens combattants" traf die Wieslocher Delegation auf viele, teilweise langjährige Freunde, es war wie bei einem Familientreffen: Die Wieslocher Freunde gehörteten einfach dazu.

Am Vorabend des Gedenktages zum 11. November besuchte die Wieslocher Delegation die Station des Roten Kreuzes Fontenay-aus-Roses. Gerhard Herrmann hatte im vergangene Jahr dieses Treffen angeregt und die französischen Gastgebern zeigten den Wieslochern gerne ihre Ausrüstung und informierten umfassend über ihre Arbeit. Neben vielen Gemeinsamkeiten gab es auch deutliche Unterschiede im gemeinsamen Dienst am Nächsten, sodass es zu einem fruchtbaren Austausch bei einem "apéritif" kam.

Zum gemeinsamen Abendessen trafen sich die Offiziellen aus Fontenay-aux-Roses, Wiesloch und Elstree-Borehamwood sowie die Vertreter des Roten Kreuzes aus Wiesloch und Fontenay-aux-Roses sowie die französischen Partnerschaftsbeauftragen im Restaurant l'arganier bei marokanischen Spezialitäten. Auf deutsch, englisch und französisch wurde ein intensiver Meinungsaustausch gepflegt und die partnerschaftlichen Beziehungen vertieft.


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