Freundeskreis der Wieslocher Städtepartnerschaften e.V.

Amarante - Fontenay-aux-Roses - Sturgis - Ząbkowice Śląskie
La commémoration de l'Armistice du 11 novembre 1918

Fontenay-aux-Roses/Wiesloch. 11.11.2012.
Seit 2008 gehört die Teilnahme einer Wieslocher Delegation beim Gedenken an das Ende des ersten Weltkriegs zum Ausdruck gelebter deutsch-französischer Partnerschaft zwischen der Werinstadt und Fontenay-aux-Roses. Für die Teilnehmer ist es alljährlich ein bewegendes Ereignis, das sich kaum in Worte fassen lässt.
Der 11. November, Tag des Waffenstillstands 1918, gehört zu den am stärksten emotional besetzten Gedenktagen unserer westlichen Nachbarn und auch 94 Jahre danach ist es alles andere als selbstverständlich, dass Deutsche nicht nur als Gäste dabei sind, sondern aktiv mitwirken.. Die neue sozialistische Mehrheit in der französischen Nationalversammlung hat mit dem Gesetz vom 28. Februar 2012 dem Gedenktag einen neuen Sinn gegeben, indem an diesem Tag aller für Frankreich Gefallenen gedacht werden soll, ohne dass damit die Bedeutung der anderen Gedenktage geschmälert werden soll.
Der 11. November sollte nach dem Willen der Parlamentarier, die ihn am 24. Oktober 1922 festgelegt haben, "ein Tag des Sieges und des Friedens" sein, eine Hoffnung, die sich leider nicht erfüllte. Der "neue Geist" des Gedenkens am 11. November kam in Fontaneay-aux-Roses auch dadurch zum Ausdruck, dass der "chorale du conservatoire" (Jugendmusikschule) die Europahymne auf deutsch und französisch sang.
Oberbürgermeister Franz Schaidhammer betonte in seiner Ansprache das Gedenken an alle Opfer von Gewalt und Krieg, Kinder, Frauen und Männer aller Völker, an die Soldaten, die in den Weltkriegen starben, die Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren. "Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten." Zusammen mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Wieslocher Städtepartnerschaften, Klaus Rothenhöfer, legte er einen Kranz am Denkmal für die Gefallenen nieder.
Der Gedenkveranstaltung vor dem Denkmal für die Gefallenen schloss sich ein Empfang im Rathaus und anschließend eine gemeinsames Essen der Mitglieder der Veteranenverbände an. Besonders beeindruckend war in diesem Jahr für die Mitglieder der Wieslocher Delegation, der neben Franz Schaidhammer und Klaus Rothenhöfer auch der Ortsbeauftrage des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Peter Grolig, und der Ehrenvorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes, Gerhard Herrmann, angehörten, die überaus große Herzlichkeit, die ihnen seitens der Gastgeber entgegengebracht wurden. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Partnerschaft brachten im Gesprächen deim Empfang und dem gemeinsamen Essen ihre Freude und Zufriedenheit über die Anwesenheit eine deutschen Delegation zum Ausdruck, so viele wie nie zuvor sprachen die Wieslocher Gäste auf deutsch an.
vorwaerts
© Klaus Rothenhöfer 2012                   Optimiert für Firefox                  Zurück zur Startseite