Freundeskreis der Wieslocher Städtepartnerschaften e.V.

Amarante - Fontenay-aux-Roses - Sturgis - Ząbkowice Śląskie
La commémoration de l'Armistice du 11 novembre 1918

Wiesloch/Fontenay-aux-Roses. Es ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden, dass an der jährlichen Gedenkveranstaltung an den Waffenstillstand vom 11. November 1918, der das Ende des blutigen Ersten Weltkriegs markiert, eine Delegation aus Wiesloch teilnimmt. Neben der "Cérémonie nationale d'hommage aux soldats morts pour la France" am Grabmahl des unbekannten Soldaten unter dem Arc de Triomphe in Paris finden in allen Gemeinden Frankreichs an diesem nationalen Feiertag Gedenkveranstaltungen an den örtlichen Gefallenendenkmalen und Friedhöfen statt.
Anlässlich der 90. Wiederkehr dieses Erinnerungstages hatten die Verantwortlichen in Fontenay-aux-Roses im Jahr 2008 erstmals eine Delegation aus Wiesloch eingeladen damit, wie Bürgermeister Pascal Buchet damals sagte, "wir zusammen weiter dazu beitragen, eine solidarische Welt in einem freien und friedlichen Europa zu schaffen und dass wir im täglichen Leben darauf achten, unser Ideal von Frieden und Fortschritt all denen entgegen zu halten, die rückwärts gewandt dem Nächsten misstrauen und ihn abweisen."
Es waren auch in diesem Jahr bewegende Momente für die Wieslocher Delegation bestehend aus Oberbürgermeister Franz Schaidhammer, dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Wieslocher Städtepartnerschaften, Klaus Rothenhöfer, und den Weltkriegsveteranen Rudolf Flohr und August Schleich.
In der Rede des französischen Staatspräsidenten, die in allen Gemeinden verlesen wurde, erklärte dieser, es gehe nicht darum den Krieg zu verherrlichen, sondern derer zu gedenken, die ihr Leben für Frankreich gaben, nicht nur in den Weltkriegen sondern auch in Indochina, Suez, Nordafrika, auf dem Balkan, im mittlerer Orient, im Tschad, in der Elfenbeinküste oder in Afghanistan.
Pascal Buchet, Bürgermeister von Fontenay-aux-Roses, hob erneut die besondere Symbolik der Teilnahme einer deutschen Delegation hervor und mahnte in seiner Gedenkrede die europäische Solidarität für Griechenland an. Er erinnerte daran, dass die unerträgliche Last der Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland mit zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen hatte.
Nach der Ansprache von Franz Schaidhammer, in der er aller Opfer von Hass, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit gedachte, legte er zusammen mit Klaus Rothenhöfer ein Blumengebinde am örtlichen Gefallenendenkmal nieder. Gemeinsam ging es zum Friedhof, wo in einer weiteren Zeremonie der dort Ruhenden gedacht wurde. Traditionell schließt sich ein Empfang für alle Teilnehmer im Rathaus an und ein gemeinsames Mittagessen aller örtlichen Veteranenverbände.
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